Gesundheitsvorsorge

Vorsorgeuntersuchungen

Warum Vorsorge ?

Alters- und Zivilisationskrankheiten treten mehr und mehr in den Mittelpunkt. In Europa stellen Herz-Kreislauf- beziehungsweise Gefäßerkrankungen mittlerweile die größte Gefahr für den Menschen dar. Sie sind die häufigste Todesursache. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Folgen der Arteriosklerose, die wiederum durch verschiedene Risikofaktor wie Bluthochdruck, Nikotin, Bewegungsmangel, Diabetes, erhöhte Blutfette sowie weitere Faktoren bedingt ist.

Dr. Erich Meyer Bielefeld

Aber auch Krebserkrankungen sind ein ganz aktuelles Problem. Statistisch gesehen entwickelt jeder dritte Europäer im Laufe seines Lebens Krebs. In Deutschland erkranken etwa 395.000 Menschen jährlich an Krebs, davon rund 195.000 Frauen und 200.000 Männer. Die meisten Fälle treten im Alter von über 60 Jahren auf. Die unter 60-jährigen machen mit etwa 107.000 Fällen rund ein Viertel der Krebs-Neuerkrankungen aus. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache.

Damit es komme nicht zum Knackse erfand man einst die Prophylaxe.
Doch lieber beugt der Mensch, der Tor, sich vor der Krankheit, als ihr vor!
Eugen Roth

All diese Erkrankungen stellen sich unbemerkt, schleichend ein und beeinflussen die Lebensqualität ganz entscheidend. Sie sind aber kein schicksalhaft vorbestimmtes unabwendbares Geschehen, sondern haben Vorboten. Mit den richtigen diagnostischen Mitteln lassen sich diese Warnzeichen rechtzeitig aufdecken und viele Erkrankungen abwenden oder zumindest in ihrem Verlauf abmildern.

Eine umfassende Vorsorge kann das Auftreten von schweren Erkrankungen oder deren Verschlimmerung verhindern. Es gilt nach wie vor die Regel:
Je früher eine Erkrankung erkannt wird, umso besser sind Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen. Deshalb ist eine gründliche Vorsorge so wichtig !

Was sollte die Vorsorge alles leisten ?

In der Medizin gibt es mittlerweile nichts, was man nicht auch irgendwie genauer untersuchen könnte. Es gibt diverse Laborwerte oder Untersuchungsverfahren, um zig Krankheiten aufzuspüren oder genauer zu klassifizieren. Man kann dabei auch unendlich viel Geld ausgeben. Kurzum:
Man kann viel untersuchen, aber was ist medizinisch und ökonomisch sinnvoll ? Wie tiefgehend sollte die Untersuchung sein ?

Jedes Organ im Körper hat eine wichtige Funktion. Wenn nicht, so wäre das Organ im Laufe der Evolution Hubert verschwunden ( wie z.B. Steißbein). Arbeitet ein Organ nicht mehr einwandfrei, so hat dies immer Einfluß auf die Lebensdauer oder Lebensqualität.
Daher ist es bei einer Vorsorge wichtig, erst einmal den Funktionsstatus eines jeden Organes zu untersuchen.

  • Ist die Funktion regelrecht, so ist das Organ in der Regel krankheitsfrei.
  • Ist die Funktion vermindert, so sucht man weiter nach den Ursachen dieser Einschränkung.

Eine gute Vorsorge sollte daher zunächst die regelrechte Funktion der Organe überprüfen.


Sollten bei der Vorsorge alle Organe untersucht werden ?

Welche Organe man untersucht, hängt davon ab, wie die (altersabhängige) Häufigkeit und die Gefährlichkeit der Erkrankung ist.
Einige Erkrankungen treten nur ab einem bestimmten Alter auf – hier ein Beispiel:
Anhand der Abbildung unten wird deutlich, das das Auftreten von Darmkrebs bei Menschen unter 40 Jahren gering ist.

Darmkrebshäufigkeit
Altersverteilung Darmkrebs 2008 in Brandenburg (m/w) von OSP

Eine Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs bei einem 30-Jährigen ist daher nicht effektiv.
Bei einer Vorsorge müssen nicht grundsätzlich alle Organe untersucht werden, da einige Erkrankungen erst mit zunehmenden Alter auftreten.

Welche Untersuchungsverfahren sollte man einsetzen ?

- oder -
ist ein großes Blutbild ausreichend ?

Die einzusetzenden Untersuchungsverfahren bei der Vorsorge hängen davon ab, welche Organe untersucht und nach welchen (altersabhängigen) Erkrankungen gefahndet werden soll.
So zeigen Frühstadien von Krebserkrankungen in aller Regel keine Blutwertveränderungen! Bei frühen Krebserkrankungen muss man nach Raumforderungen / Knoten in den Organen suchen. Solche Knoten kann man nur mit bildgebenden Untersuchungsverfahren entdecken. Hierzu bietet sich die Ultraschalluntersuchung an, da sie schnell, preiswert und ohne Strahlenbelastung durchführbar ist.
Entzündungen oder Reizzuständen von einigen Organen (z.B. Virushepatitis) zeigen sich nicht im Ultraschall, aber dafür in Blutwert- veränderungen.
Einige Hohlorgane (Speiseröhre, Magen und Darm) lassen sich weder im Blut noch im Ultraschall gut beurteilen. Hier können nur endoskopische oder radiologische Verfahren oder ggf. Stuhlproben zum Einsatz kommen.
Auch bei der Untersuchung des Herzens und des Kreislaufes helfen Blutuntersuchungen wenig. Das Herz ist eine Pumpe - ein Motor. Einen Automotor testet man auch nicht im Standgas, sondern am Besten auf dem Nürburgring bei Vollgas. Zur ersten Screeningmaßnahme des Herzens gehört daher ein Belastungs-EKG.

Um einen genauen Status der inneren Organe zu erheben, muss man verschiedene Untersuchungsverfahren kombinieren - nur Blutwerte allein - reichen nicht aus.

Familie
 

Gibt es “Vorsorgepakete” oder Vorsorgestandards ?

Grundsätzlich muss man zur Beantwortung dieser Frage nach dem Versicherungsstatus unterscheiden:

  • Private Krankenversicherung
    Bei privat Versicherten sind bewusst keine speziellen Untersuchungen zur Vorsorge definiert. Hier können Arzt und Patient gemeinsam, individuell nach dem Risikoprofil und auf die Wünsche des Patienten abgestimmt, sämtliche Untersuchungen durchführen.
  • Gesetzliche Krankenversicherung
    Bei gesetzlich Versicherten sind Zeitpunkt, Art und Umfang der Vorsorgeuntersuchung strikt festgelegt. Im Folgenden wird exemplarisch auf die “Gesundheitsuntersuchung” und die “Darmkrebsvorsorge” näher eingegenagen. Weiter unten finden Sie dann eine Übersicht aller gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen.
    • Die Gesundheitsuntersuchung kann derzeitig ab 35 Jahre alle 2 Jahre durchgeführt werden. Sie war früher (vor 1996) etwas umfangreicher. Leider wurde sie im Zuge der Gesundheitsreformen auf eine
      • körperliche Untersuchung,
      • Zucker- und Cholesterinmessung
      • sowie einen Urinschnelltest
      gekürzt. Eine Früherkennung von Zuckerkrankheit, erhöhten Blutfetten und einiger seltener oder harmloser Erkrankungen ist hiermit möglich. Der Großteil der inneren Organe wird jedoch in seinem Funktionszustand nicht beurteilt. Auch frühe Krebsformen der inneren Organe oder Herz-Kreislauferkrankungen entgehen der regulären gesetzlichen Gesundheitsuntersuchung, da z.B. Belastungs-EKG, bildgebende Verfahren und organspezifische Blutwerte fehlen. Die Gesundheitsuntersuchung der gesetzlichen Krankenkassen ist hier leider zu oberflächlich.
    • Die Darmkrebsvorsorge kann ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden. Sie besteht zunächst aus einem jährlichen Hämoccult–Test. Dieser Test hat eine Erkennungsrate von 30 %, d.h. von 100 Menschen, die frühen Darmkrebs in sich tragen, werden 30 % mit Hilfe dieses Testes erkannt. 70% fallen leider durch das Raster hindurch. Um diesen Mangel zu beseitigen wurde 2002 die Darmspiegelung in das Vorsorgeprogramm eingeführt. Ab dem 55. Lebensjahr besteht seither die Möglichkeit 2 Vorsorgekoloskopien im Abstand von 10 Jahren durchzuführen. Die Koloskopie ist nicht frei von Nebenwirkungen, hat dafür aber eine fast 100 %ige Erkennungsrate bei Darmtumoren.
      Der in der obigen Abbildung grün schraffierte Bereich stellt den Altersabschnitt der gesetzlichen Darmkrebsvorsoge dar. Außerhalb dieses Bereiches greift die Darmkrebsvorsorge der gesetzlichen Krankenkasse nicht bzw. sehr lückenhaft.
    Vorsorgestandards oder –pakete gibt es in der gesetzlichen Krankenkasse. Sie sind jedoch kein Garant für eine effektive Krankheitsvorsorge. Im Gegenteil, sie zeigen eklatante Lücken. Die Gefahr dabei ist, daß man sich nach Durchführung einer der normalen gesetzlichen Vorsorgepakete womöglich in einer falschen Sicherheit wiegt.

Warum ist die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung eingeschränkt ?

Schätzen Sie doch einmal ab, wieviel ihre Krankenkasse alle 2 Jahre für die gesetzliche Gesundheitsuntersuchung ausgibt.

Fragezeichen

Wenn sie mit dem Mauszeiger über das Quadrat fahren sehen Sie das Ergebnis.

Wie bereits erwähnt, sind bei der gesetzlichen Krankenversicherung Zeitpunkt, Art und Umfang der Vorsorgeuntersuchungen strikt festgelegt. Der gemeinsame Bundesausschuss (GBA),der sich aus Vertretern von Krankenkasse und Ärzten zusammensetzt, bestimmt, wann, wie und welche Vorsorgeuntersuchungen auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchzuführen sind. Dieser Bundesausschuss kann nicht frei entscheiden, sondern hat sich an den Paragraphen 12 des 5. Sozialgesetzbuches (§ 12 Wirtschaftlichkeitsgebot)beziehungsweise an die darin vorgeschriebenen “WANZ-Kriterien” (wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig) zu richten. Hinzu kommt, das unsere “Gesundheitskassen”, nach wie vor Versicherungen sind, die im gegenseitigen Wettbewerb stehen und natürlich das Geld zusammenhalten wollen. Kurzum: Wenn sich Ärzte, Politiker und Krankenkassen an einen Tisch setzen und über Art und Umfang der medizinischen Kassenleistungen verhandeln, spielen natürlich nicht nur medizinische, sondern auch ökonomische Kriterien eine wichtige Rolle.



Ein tabellarischer Überblick über die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen ( Stand 1.1.2010)

Untersuchung auf m/w Alter,ab Intervall Umfang
Gebärmutterkrebs w 20 jährlich Tastuntersuchung, zytologischer Abstrich (Pap-Test)
Brustkrebs w 30 jährlich Tastuntersuchung Lymphknoten, Brust
Gesundheitsuntersuchung m/w 35 alle 2 Jahre Blutzucker, Cholesterin, Urinteststreifen, körperl. Untersuchung
Hautkrebs-Screening m/w 35 alle 2 Jahre Inspektion der ges. Haut, behaarter Kopf
Prostata-,Genitalkrebs m/w 45 jährlich  Tastuntersuchung Genitale, Prostata, LN
Darmkrebs m/w
50
55
jährlich
alle 2 Jahre
Tastuntersuchung Enddarm, Papierstreifentest
ab 55 wie oben, alle 2 Jahre oder Koloskopie
Koloskopie m/w 55 alle 10 Jahre max. 2 Koloskopien im Abstand von 10 Jahren
Mammografie w 50-69 alle 2 Jahre Röntgen beider Brüste

Was würden Sie als Arzt für eine Vorsorgeuntersuchung empfehlen ?

Grundsätzlich ist eine pauschale Empfehlung schwierig, da das genetische, umweltbedingte Risiko und natürlich das persönliche Sicherheitsbedürfnis bzw. Risikobereitschaft bei jedem Menschen unterschiedlich ist.

Der Mensch ist ein biologisches System. Hierbei ist nichts wirklich sicher. Man kann immer nur Wahrscheinlichkeiten berücksichtigen. Dies wird an dem obigen Diagramm deutlich:
Wann sollte man eine Darmkrebsvorsorge mittels Koloskopie durchführen ?
Je höher das Lebensalter bei der Untersuchung, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit den Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium (schlechtere Prognose) vorzufinden. Je früher das Lebensalter bei der Erstuntersuchung, umso geringer die Wahrscheinlichkeit einen Tumor vorzufinden, d.h. die wirtschaftliche Effiziens der Untersuchung, die Kosten-Nutzen-Relation, nimmt ab.

Ehepaar

Vor jeder Empfehlung zu Vorsorgeuntersuchung muss jeder Mensch für sich die folgende Fragen klären:
Wieviel ist mir meine Gesundheit Wert und wie hoch ist mein Sicherheitsbedürfnis ?
Eugen Roth und ich halten Gesundheit für ein sehr hohes Gut, daher sind die folgenden Empfehlungen an einem mittleren bis hohen Sicherheitsbedürfnis orientiert.
Wie bereits oben an Beispielen dargestellt, halte ich die gesetzliche Vorsorge nicht für ausreichend. Viele Patienten, die sich zu einer Vorsorge anmelden, sagen in der Sprechstunde: "Ich bin heute hier um einmal alles durchchecken zu lassen". Sie wünschen sich eine ausführlichere Vorsorge. In unserer Praxis bieten wir extra für gesetzlich Versicherte ergänzende Vorsorgeuntersuchungen an. Wir bieten eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane zusammen mit einer erweiterten Blutuntersuchung (Vorsorgeprofil) für insgesamt 62,17 € an. Diese Untersuchungen ermöglichen zusammen mit der normalen gesetzlichen Gesundheitsuntersuchung schon einen sehr guten Einblick in die Funktion der inneren Organe bei einem Preis, der noch weit unter dem des Auto-TÜVs liegt.
Diesen erweiterten Gesundheitscheck empfehle ich ab dem 35. Lebensjahr. Dieser Check braucht anfangs, wie bei der gesetzlichen Gesundheitsuntersuchung üblich, auch nur alle 2 Jahre durchgeführt werden. Er sollte aber ab dem 40. Lebensjahr auf jährliche Abstände verkürzt werden.
Ab dem 45. Lebensjahr sollte zuzüglich der gesetzlichen Krebsvorsorge für Männer auch noch ein PSA-Test auf Prostatakrebs erfolgen. Wohlwissend, das der PSA-Test von Ökonomen und Kassenvertretern sehr kontrovers diskutiert wird, ist dieser Test überhaupt die einzige Möglichkeit Prostatakrebs in einem heilbaren Stadium zu erkennen. Die Kosten für eine jährliche PSA-Untersuchung stehen dabei in keinem Verhältnis zu den Nachteilen einer manifesten Krebserkrankung mit all ihren Folgen wie Strahlentherapie, langjähriger antihormoneller Therapie, ständige Kontrolluntersuchungen beim Arzt und nicht zuletzt den latenten Ängsten vor einem Fortschreiten des Krebsleidens. In fortgeschrittenem Alter ist die PSA-Bestimmung nicht mehr effektiv. Mehr zu diesem Thema hier .
Die erste Darmspiegelung zur Vorsorge halte ich ab dem 50. Lebensjahr (siehe Diagramm ) für effektiv. Bereits in diesem Alter finden sich häufiger bösärtige Tumoren. Im übrigen werden in anderen Ländern die Vorsorgekoloskopie auch ab 50 angeboten. Wir bieten diese Untersuchung in der Praxis für rund 130 € an. Bei unauffälligem Befund sollte die Untersuchung nach etwa 5-7 Jahren wiederholt werden.
Die koronare Herzkrankheit (KHK) nimmt ab dem 50. Lebensjahr ebenfalls signifikant zu. Die erste Basisuntersuchung zur Erkennung einer Verengung der Herzkranzgefäße ist das Belastungs-EKG.
Ab dem 55. Lebensjahr nehmen Osteoporose (insb. bei Frauen) und Verengungen der Halsschlagadern (insb. bei Männern) zu. Eine Untersuchung der Knochendichte sowie eine Durchblutungsmessung der Hals- und / oder Beingefäße wären für eine frühe Erkennung empfehlenswert. Lungenkrebs, ist die zweithäufigste Krebserkrankung und steigt in diesem Alter langsam an. 90% aller Erkrankten sind Raucher. Leider wächst Lungenkrebs in der Regel schnell und streut früh. Eine Früherkennung wäre gegenwärtig nur durch eine CT-Untersuchung der Lunge in 1-2 jährigen Abständen möglich. Ich halte dies aufgrund der Strahlenbelastung und der Kosten jedoch nicht für praktikabel, weshalb ich die Lungenkrebsvorsorge auch nicht in der Tabelle aufgeführt habe.

Alter (Jahre)
Untersuchungsverfahren
(ohne Krebsvorsorge Frauen)
Untersuchungsintervall
(sofern Voruntersuchung unauffällig)
35
gesetzl. Gesundheitsuntersuchung
Vorsorgeprofil (Blutwerte)
alle 2 Jahre
40
gesetzl. Gesundheitsuntersuchung
Sono-Check
Vorsorgeprofil
jährlich
45
gesetzl. Gesundheitsuntersuchung
Sono-Check
Vorsorgeprofil
gesetzl. Krebsvorsorge Männer
PSA-Test
jährlich
50
gesetzl. Gesundheitsuntersuchung
Sono-Check
Vorsorgeprofil
gesetzl. Krebsvorsorge Männer
PSA-Test
Koloskopie
Belastungs-EKG
jährlich
"
"
"
"
alle 5-7 Jahre
jährlich
55
gesetzl. Gesundheitsuntersuchung
Sono-Check
Vorsorgeprofil
gesetzl. Krebsvorsorge Männer
PSA-Test
Koloskopie
Belastungs-EKG
Knochendichtemessung
Doppleruntersuchung Gefäße
jährlich
"
"
"
"
alle 5-7 Jahre
jährlich
alle 3-5 Jahre
alle 3 Jahre

Auch auf gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen gehe ich hier nicht weiter ein. Dafür wenden Sie sich bitte an den betreuenden Gynäkologen.
Die links abgebildete Tabelle gibt meine persönliche Empfehlungen zur Vorsorge bei Gesunden ohne Vorerkrankungen wieder. Andere Ärzte werden hierzu sicherlich auch andere Einschätzungen vertreten. Wenn Sie sich selber eine Meinung über Vorsorgeuntersuchungen bilden wollen, so müssen sie die Altersverteilung und Häufigkeit der Erkrankung ermitteln. Dies geht auch ohne medizinische Kenntnisse. Suchen sie sich eine Erkrankung (z.B. Nierenkarzinom) aus. Geben sie anschließend den Erkrankungsnamen zusammen mit dem Begriff "Altersverteilung" in eine Suchmaschine (z.B. Google) ein. Sie werden mit Sicherheit einen Artikel finden, in dem ein Diagramm über die Altersverteilung und die Häufigkeit der Erkrankung genannt wird. Nun müssen sie entscheiden, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit der Erkrankung in ihrer Altersklasse ist. Da es sich um einen Gewebeknoten handelt, käme zur Früherkennung als erste Maßnahme eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege in betracht.
Bis auf die Knochendichtemessung können sämtliche hier aufgeführten Untersuchungen in unserer Praxis durchgeführt werden. Wenn Sie möchten, können sie hier auch eine Liste über unsere Zusatzangebote herunterladen.


Warum können die Zusatzuntersuchungen nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse durchgeführt werden ?

Krebshäufigkeit Männer in BRD

Wie bereits oben erwähnt wünschen sich viele Patienten einen umfassenden Check, wobei die erweiterten Vorsorgeuntersuchungen möglichst zu Lasten der Krankenkasse durchgeführt werden sollen.
Leider können wir diesem Wunsch nicht entsprechen, da wir sonst gegen das geltende Recht verstoßen würden. Denn Untersuchungen bei Gesunden zur Suche nach Krankheiten gelten als Vorsorgeuntersuchungen und sind per Gesetz in Art und Umfang klar definiert (s.o.).

Ein weiterer Grund sind die Budgets. Untersuchungen bei Kranken dienen der Eingrenzung und Erkennung von Krankheiten. Es handelt sich um diagnostische Untersuchungen. Für sämtliche diagnostische Untersuchungen existieren allerdings Budgets. Diese dienen der Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Bei einem hausärztlich tätigen Arzt (Allgemeinmedizin, Internist) beträgt dies in Ostwestfalen-Lippe durchschnittlich ca. 16 € pro Patient und Monat. Dies ist der Geldbetrag, den die gesetzliche Krankenkasse maximal für sämtliche von ihm und seinen Arzthelferinnen erbrachten Leistungen erstattet. Sind bei einem Patienten mehr medizinische Leistungen notwendig, bleibt der Arzt auf den Kosten sitzen.
Kurzum sind Gesetzgebung und Budgets so gestaltet, dass umfassende Vorsorgeuntersuchungen leider nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse finanziert werden können.


Die gesetzliche Vorsorge orientiert sich an ergonomischen Kriterien - sie allein ist keine ideale Vorsorge. Eine vernünftige Vorsorge sollte die regelrechte Funktion der Organe überprüfen und zusätzlich nach häufigen und gefährlichen (Krebs-) Erkrankungen suchen. Hierfür ist immer eine Kombination von unterschiedlichen Untersuchungsverfahren notwendig, die sich natürlich auch nach den zu untersuchenden Organen richtet.
Bei der Auswahl der Untersuchungsverfahren sollte die altersabhängige Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Erkrankung, die Gefährlichkeit der Erkrankung, das individuelle familiäre, genetische und möglicherweise auch arbeitsbedingte oder umweltbedingte Risiko mit berücksichtigt werden.
Gesetzgebung und Budgets sind so gestaltet, dass umfassende Vorsorgeuntersuchungen leider nicht zu Lasten
der gesetzlichen Krankenkasse finanziert werden kann.

Durch Ablagerungen an der Innenwandung der
Gefäße, die den Herzmuskel mit Blut
versorgungen, kommt es zu einem zunehmenden
Verschluß der Adern mit Gefahr eines Herzinfarktes.
Es erfolgen Blutuntersuchungen auf:
Entzündungen im Körper, Blutarmut,
Eisenmangel, Vitaminstörungen, Leukämien,
Leberentzündungen, Gallenwegserkrankungen,
Bauscheicheldrüsenentzündungen, Nierenfunktionsstörungen,
Gicht, Triglizeride, Cholesterindifferenzierung.
Hier werden Leber, Gallenwegen, Gallenblase,
Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren, Bauchschlagader
und Lymphknoten auf ihre
Struktur (Steine,Knoten,Zysten) untersucht.