Allgemeiner Notfalldienst

Im Februar 2011 wurde der allgemeine ärztliche Notfalldienst im Westfalen-Lippe neu geregelt. Der ärztliche Notdienst ist für die ambulante Versorgung der Patienten außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Arztpraxen zuständig. Er wird von allen niedergelassenen Ärzten in OWL organisiert, getragen und bezahlt.
Die Reform des ärztlichen Notfalldienstes war nötig geworden, da viele Ärzte in Westfalen-Lippe an ihre Leistungsgrenzen bei der Aufrechterhaltung des Notdienstes gestoßen waren. Insbesondere die hohe Dienstfrequenz in ländlichen Regionen war für die betroffene Ärzte sehr belastend. Die Situation wird durch die Nachwuchsproblematik zusehends verschärft. So ist in Westfalen-Lippe bereits heute jeder vierte Hausarzt über 60 Jahre alt und wird in den kommenden Jahren aus dem aktiven Arbeitsleben scheiden.

Von der Reform ausdrücklich nicht betroffen ist der Rettungsdienst, der für akut lebensbedrohliche Krankheiten zuständig und unter der Telefonnummer 112 zu erreichen ist.

Im Zuge der Reform wurden Notfalldienstbezirke vergrößert. So beinhaltet der Notfalldienstbezirk "Bielefeld/Halle" nun die grün in der Abbildung dargestellten Städte und Gemeinden.

Notdienstbezirk

Dieser grüne Bezirk wird von mehreren diensthabenden Ärzten versorgt, die entweder als Fahrdienst unterwegs oder stationär in einen der beiden Notfallpraxen tätig sind.
Hier sei noch einmal erwähnt, das der Notdienst für Notfälle außerhalb der normalen Praxisöffnungszeiten zuständig ist. Mit Notfällen sind nicht aufschiebbare Erkrankungen gemeint, die den Patienten stark beeinträchtigen und ohne kurfristige ärztliche Behandlung zu einer Verschlimmerung des Krankheitszustandes führen würden.
Hiervon abzugrenzen sind die lebensbedrohlichen Notfälle. Diese werden von den Krankenhäusern versorgt. Hier rufen Sie bitte gleich den Rettungsdient (Tel: 112).
Für längerbestehende Erkrankungen oder Bagatellerkrankungen sollten Sie werktags beim Hausarzt vorstellig werden.

Für ihre Probleme und Fragen steht nun eine neue und landesweit einheitliche Notfallnummer 116117 zur Verfügung. Sollten Sie aufgrund ihres Zustandes einen Hausbesuch benötigen, so wenden Sie sich ebenfalls an diese einheitliche Notfallnummer. Hier wird auch der Fahrdienst koordiniert.

Die Notfallpraxis ist hauptsächlich Krankenhaus Einfahrt Teutoburgerstr.für die Versorgung der ambulanten Notfälle zuständig und entsprechend ausgestattet. Hier arbeiten nur erfahrene Ärzte. Auch können Sie die Notfallpraxis ohne Voranmeldung aufsuchen. Für unseren Notfalldienstbezirk existieren 2 Notfallpraxen in Halle und Bielefeld. Die nächste Notfallpraxis befindet sich im Gebäude der "alten" Städtischen Kliniken Bielefeld-Mitte (roter Backsteinbau) und zwar auf der Rückseite. Sie erreichen die Notfallpraxis am besten über die Zufahrt des "neuen" Städtischen Krankenhauses, Teutoburgerstr. 50, in Bielefeld. Hier können Sie bequem im Parkhaus parken. Telefonisch erreichen Sie die Notfallpraxis unter Tel. 0521/1369292.
Die Notfallpraxis ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • werktags von 18 bis 22 Uhr
  • mittwochs und freitags von 13 bis 22 Uhr
  • Wochenende und Feiertags von 8 bis 22 Uhr

Der Fahrdienst steht für die nicht transportfähigen Patienten zu den folgenden Zeiten zur Verfügung:

  • werktags von 18 bis 8 Uhr am Folgetag,
  • Mittwoch- und Freitagnachmittag von 13 bis 8 Uhr am Folgetag sowie
  • samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 8 Uhr am Folgetag.

Ergänzend zum allgemeinen Notfalldienst gibt es auch drei fachgebundene Notfalldienste: einen augenärztlichen Notfalldienst, einen HNO-Notfalldienst, einen kinderärztlichen Notfalldienst.
Die diensthabenden Augen- und HNO-Ärzte erfahren Sie unter Tel: 0180 - 50 44 100, der kinderärztliche Notfalldienst findet in Bielefeld in den Räumlichkeiten der Notfallpraxis (s.o.) statt.

 

Bei einem lebensbedrohlichen Notfall handelt es sich um
Störungen der Vitalparameter Bewusstsein, Atmung,
Kreislauf, Stoffwechsel. Ohne sofortige Hilfe sind
erhebliche Schäden oder der Tod zu befürchten.

Leitsymptome sind z.B.:
Bewußtlosigkeit, plötzliche Atemnot, plötzlicher
Brustschmerz, Lähmungen, Sprachstörungen.