Organisatorisches

Terminarten:

Politik, Krankenkassen und Patienten fordern zurecht seit langem kurze Wartezeiten für geplante Termine. Auch wir möchten Ihren Termin pünktlich - möglichst ohne Wartezeit - einhalten. Damit die Terminvergabe reibungslos klappt sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Daher zunächst einige Erläuterungen:
Eine Hausarztpraxis ist in der Regel die erste Anlaufstelle für Kranke, weshalb hier immer geplante und ungeplante Patientenkontakte aufeinandertreffen. Kurze Wartezeiten für geplante Termine sind daher nur dann möglich, wenn für geplante und ungeplante Patientenkontakte eigene Sprechzeiten im Tagesverlauf reserviert werden.
Eine passgenaue Terminvergabe ist also nur möglich, wenn Sie sich anmelden und wir die Art ihres Termins und Ihren Zeitbedarf vorher abschätzen können.
Eine telefonsche Anmeldung wäre ideal. Eine Terminvergabe per Email oder per schriftlicher Anfrage führen wir wegen der geringen Flexibilität und Schnelligkeit des Informationsaustausches absichtlich nicht durch.
Unsere Mitarbeiterinnen werden Sie bei der telefonischen Anmeldung nach Ihrem medizinischen Problem fragen. Nicht aus Neugier, sondern um Ihren Zeitbedarf und die Art des Termines richtig abschätzen zu können. Auch die behandelnden Ärzte können sich bei Vorabinformationen besser auf Ihr Anliegen (z.B. Ausfüllung umfangreichere Versicherungsanfrage, spezielle Fragestellungen) vorbereiten. All Ihre Angaben, auch gegenüber unseren Mitarbeiterinen, unterliegen natürlich der ärztlichen Schweigepflicht.

Damit die maßgenaue Terminvergabe gelingt, gibt es bei uns 3 Arten von Terminen:

  • Akut-Termin (Wartezeit bis zu 2 Std. je nach Patientenaufkommen)
  • normaler Termin (möglichst keine Wartezeit, aber ggf. bis 20 Min.)
  • Sofortiges Kommen (keine Termin im eigentlichen Sinn, da unplanbar)

Akut-Termin

Akut-Termine sind für solche Patienten vorgesehen, die plötzliche, stark beeinträchtigende Beschwerden (z.B. Infekte, Hexenschuß, Atemnot, Brustbeschwerden, usw.) haben, die zur Abwendung der Verschlimmerung einer kurzfristigen Behandlung bedürfen.
Für Patienten mit diesen Erkrankungen halten wir jeden Tag Zeiträume frei. Vormittags beginnen diese Akuttermine in der Regel ab 10.00 Uhr und nachmittags ab 16.00 Uhr. In Ausnahmefällen sind auch andere Zeiten möglich.
Bei akuten Erkrankungen rufen Sie daher morgens bis 9.30 Uhr in der Praxis an, damit wir ihr Kommen planen können. Sie erhalten in der Regel noch am selben Tag einen Akut-Termin mit Wartezeit.

Patienten, die um z.B. um 9.00 Uhr unangemeldet vorbeischneien, werden aus Gründen der Gleichbehandlung nicht bevorzugt, sondern werden wie die telefonisch Vorangemeldeten behandelt. Hierdurch entstehen für den Betreffenden meist unnötig längere Wartezeiten.
Dies gilt nicht für Erkrankungen, die sofort behandelt werden müssen z.B. frische blutende Platzwunde.

Den Zeitpunkt, den Ihnen unsere Mitarbeiterinnen nennen, ist allerdings eine Richtzeit. Es kann trotzdem bei sehr hohem Patientenaufkommen oder bei komplizierten Krankheitsfällen zu Verzögerungen und damit zu längeren Wartezeiten kommen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass zu diesen Akut-Terminen nur die Behandlung der geplanten akuten Erkrankung stattfinden kann. Für weitere Erkrankungen oder für schon länger bestehende Beschwerden vereinbaren Sie bitte einen zusätzlichen Termin in unserer regulären Sprechstunde oder Telefonsprechstunde, da wir sonst unsere geplanten Terminraster bzw. Wartezeiten nicht einhalten können.
Ausnahmen hiervon gelten selbstverständlich für Notfälle, die offensichtlich keinen Aufschub dulden. Dann kommen Sie sofort !

Termin

Termine
  • Vereinbaren Sie bitte immer telefonisch einen Termin.
  • Ausnahme: Erkrankungen mit sofortigem Behandlungsbedarf (Platzwunde, V.a. Herzinfarkt).
  • Die Zeiten für Akuttermine geben Richtzeiten an. Bitte Wartezeit einplanen!
  • Termine, zu denen Sie verhindert sind mindestens 3 Tage vorher abzumelden.
  • Bitte 5 Minuten vor dem geplanten Termin erscheinen.
 

Rezepte
  • Bestellen Sie bitte Rezepte über unseren Anrufbeantworter Tel.: 0521 334494.
  • Die Bestellung ist am nächsten Tag ab 12 Uhr fertig.
 

Überweisungen
  • Die Überweisung dient in der Regel der Beantwortung einer medizinischen Fragestellung des überweisenden Arztes.
  • Reine Wunschuntersuchungen des Patienten bei Organärzten sind ohne Überweisung durchzuführen. Dies ist vom Gesetzgeber so festgelegt. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten. Der Organarzt kann auch ohne Überweisung abrechnen.
 

Normaler Termin

Ein regulärer Sprechstundentermin ist für solche Krankheiten oder Anliegen vorgesehen, die mittelfristig nicht zu einer Verschlimmerung des Gesundheitszustandes führen. Hierzu gehören z.B. länger bestehende chronische Beschwerden, Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen, Versicherungsanfragen. Diese Anliegen sind planbar. Wir bemühnen uns für dieses Terminraster die Wartezeit auf maximal 20 Minuten zu begrenzen.

Sofort Kommen

Schwerste akute Erkankungen, die aus ärztlicher Sicht einer sofortigen Intervention oder Diagnostik bedürfen, zählen zu dieser Kategorie. Hierzu gehören z.B. Verdacht auf Herzinfarkt, schwere Luftnot durch Asthmaanfall oder frisch blutende Platzwunde. In solchen Fällen kommen Sie sofort. Der Arzt untersucht Sie und entscheidet, ob eine sofortige Intervention notwendig ist. Solche Notfälle sind nicht planbar und bringen die gesamten zeitlichen Abläufe einer Arztpraxis durcheinander, wir bitten um Ihr Verständnis.
Bei schweren lebensbedrohlichen Erkrankungen, die offensichtlich einer Krankenhausbehandlung oder -beobachtung bedürfen, wie plötzliche Halbseitenlähmung durch Schlaganfall, Verdacht auf multiple Knochenbrüche nach Sturz, wählen Sie nicht den Umweg über den Hausarzt, sondern rufen direkt den Rettungsdienst unter Tel.112 an.

Regelmäßige Termine bei chronisch Kranken

Menschen mit chronischen Erkrankungen brauchen regelmäßig Medikamente. Zur Kontrolle der Organfunktion, der Medikamentenwirkungen und -nebenwirkungen sind in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen (z.B. der HbA1c bei Diabetes) notwendig. Damit diese Kontrollen nicht vergessen und nichts übersehen wird, haben die behandelnden Ärzte für Sie Kontrolluntersuchungen in bestimmtem Zeitabständen in Ihrer Computerdatei eingetragen. Unsere medizinischen Fachangestellten werden Sie bezüglich dieser vorgesehenen Untersuchungstermine ansprechen. Es wäre schön, wenn auch Sie mit daran denken. Ihren Wunschtermin vereinbaren Sie bitte 4-6 Wochen vor der nächsten Kontrolle.

Rezeptwünsche:

Rezepte für Ihre Dauermedikamente als auch Überweisungen, für abgesprochene Untersuchungen bei den Organärzten, bestellen Sie bitte über unseren Anrufbeantworter unter der Telefonnummer 0521/334494. Die bestellten Formulare können am nächsten Tag ab 12 Uhr in der Praxis abgeholt werden. Hierdurch haben wir ausreichend Zeit um diese Formulare zu drucken und zu prüfen. Außerdem stört die Formularbearbeitung nicht während der regulären Sprechstunden. Auch Ihnen wird Wartezeit bei der Abholung erspart.
Neue Medikamente müssen vom Arzt geprüft und ggf. mit Ihnen abgesprochen werden. Diese Rezepte werden vorbereitet, aber eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist bei Abholung bitte einzuplanen.

Wissenswertes zur Überweisung:
Im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung dürfen nach den Bestimmungen des Bundesmantelvertrages ausschließlich medizinisch indizierte Leistungen durchgeführt und veranlasst werden. Der überweisende Vertragsarzt hat dabei die Notwendigkeit der Durchführung diagnostischer und therapeutischer Leistungen festzustellen und zu verantworten. Der Vertragsarzt ist daher keinesfalls verpflichtet, eine Leistung zu veranlassen, deren medizinische Notwendigkeit sich Ihm nicht erschließt.
Da der überweisende Arzt die Notwendigkeit der diagnostischen oder therapeutischen Leistungen vor dem Ausstellen der Überweisung feststellen muss, ist eine nachträgliche Überweisung nicht möglich.
Die Überweisung dient in der Regel der Beantwortung einer medizinischen Fragestellung des überweisenden Arztes. Wunschuntersuchungen der Patienten bei Organärzten sollen ohne Überweisung durchgeführt werden. Dies ist vom Gesetzgeber auch so gedacht. Der Organarzt benötigt für die Abrechnung seiner Arbeit gegenüber der Krankenkasse keine Überweisung. Das er manchmal dennoch darauf drängt, liegt vermutlich an einer besseren Bezahlung bei Vorliegen einer Überweisung. Dies ist aber per Gesetz kein Kriterium für die Ausstellung.